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8. November 19 Uhr Schloss Lichtenau
Eröffnung
6. - 8. November/18. -
20. November/29. November - 1. Dezember
Stuhlfelden Esther
Moises Ganzfigur –
subtile Porträts (Dialog mit Menschen aus Stuhlfelden,
Fotografie, Ton, Video)
7. - 11. November Mayersberg
Gebhard
Sengmüller
Nutztier
Grafik Generator
Phase 1 (GPS Drawing)
7. - 9. November
Pizzeria Hörfarter
Marina Perterer Die
Handtasche Phase 1 (Performance)
8. November - 1. Dezember Marianne
Lang Kalender 2009 (Monatskalender
zum
Mitnehmen)
8. November - 1.
Dezember Pfarrkirche
Maria Himmelfahrt Wolfgang
Seierl 450 Seelen (Fotografie)
8. November - 1.
Dezember Jausenstation
Aigen Flora Miranda Seierl ohne Titel (Malerei)
10. November 11.00 - 13.00 Uhr Volksschule Peter Fritzenwallner Zeichentisch (Aktion mit
SchülerInnen)
10. - 20. November
Raiffeisenbank Wolfgang
Seierl Sticklhof
(Video)
10. November - 1.
Dezember Gemeindeamt
Stuhlfelden Gebhard Sengmüller Nutztier
Grafik Generator
Phase 2 Ergebnis (GPS Drawing)
10. November - 1. Dezember Förster
Jagersberger Daniela
Tagger Grillenzirpstation
(Klanginstallation)
10. November - 1.
Dezember Stuhlfelden
Daniela Tagger Wander-DVD (Weitergabe von Haus zu
Haus)
11. November - 1.
Dezember Seiwaldhof
Eva Heitzinger Passantinnen
11. November - 1.
Dezember Nah&Frisch
Wolfgang Seierl/Peter
Fritzenwallner Zeichentisch
(Video)
12. November - 1.
Dezember HiFi Buchner
Florian Gruber Angst,
Schmerz und Langeweile (Fotografie)
20. November - 1.
Dezember Sticklhof
Claudia Rohrmoser Lemures
(Videoinstallation)
20.
November Nah&Frisch
Max Kickinger Non-place
soundscapes (Klanginstallation)
21. November 19.00
Uhr Jausenstation Aigen
Esther Moises/Wolfgang Seierl
Porträts (Lesung mit
Musik)
18. November - 1.
Dezember Bäckerei
Bacher Peter
Fritzenwallner
Böhmische Masse (Video)
8. November - 1.
Dezember Bäckerei
Bacher Ina Ima Stofflichkeit (Video)
8. - 20.
November Gemischtwarenhandlung
Wolfgang Seierl wiatr (Video)
8. November - 1.
Dezember Gemischtwarenhandlung/Seiwaldhof/Nah&Frisch
Eva Heitzinger Passantinnen (Skulptur)
8. November - 1.
Dezember Oberbäck
Severin Weiser Himmelreich (Fotografie)
8. November - 1.
Dezember Pizzeria
Hörfarter Johannes
Kubin Chimären (Skulptur)
1. Dezember 19 Uhr Schloss
Lichtenau Schlusspräsentation
Änderungen vorbehalten!
Daniela
Tagger, 1980 in Mittersill geboren und in Kaprun aufgewachsen
Höhere technische
Bundeslehranstalt Saalfelden, anschließend Studien an der
Technischen Universität Wien (Architektur) und seit 2002 an der
Universität für angewandte Kunst Wien (Kunst und
kommunikative Praxis und Textil - freie, angewandte, experimentelle,
künstlerische Gestaltung), zahlreiche Auslandsaufenthalte u. a. in
Marokko, Hawaii, Australien, Indonesien, Georgien, Türkei,
Ukraine, Slowenien und Uganda, Ausstellungen u. a. in Wien/Kunsthalle
Karlsplatz, Krems, Passau, Istanbul, Tampere/Center of Contemporary
Art, Ljubljana, Bologna, Kampala und London.
Ihre Arbeit umfasst Fotografie,
Video und Aktionen im öffentlichen Raum

Sichtweisen
Severin
Weiser, 1974 in Salzburg geboren, Studium Bildnerische Erziehung
und Werkerziehung an der universität Mozarteum Salzburg,
Studienassistenz in digitaler Studiofotografie, seit 1998
Austellungsbeteiligungen in Hall, Belgrad, Salzburg u. a., 2003 real
presence3 in Belgrad, 2004 Sommerakademie bei Milica Tomic, 2005
Stipendium in Bosa, Sardinien, 2006 periscope, Salzburg, lebt und
arbeit in Salzburg

Himmelreich
Die Positionierung des
Leuchtkastenbildes „Himmelreich“ in einer anderen Welt (z.B. der
bäuerlichen) findet auch eine Entsprechung im Bild selbst, das
inmitten der Trümmer des Zerstörten, auf eine andere Welt
verweist. Das Licht verrät, dass der Raum nach oben offen ist, das
Äußere bleibt aber unsichtbar.
Marina
Perterer, 1981 in Zell am See geboren, ohne linken Unterarm
Höhere technische
Bundeslehranstalt Saalfelden, Studien an der Technischen
Universität Wien (Bauingenieurwesen/Architektur) und seit
2002 an der Universität für angewandte Kunst
(Kunstpädagogik), seit 2003 Teilnahme an
diversen Ausstellungen
Sportliche
Laufbahn: seit 2006
Austrian Disabled Sailingteam und ÖSV Behinderten Ski Team/B-Kader
Fotoserie Die Handtasche
Inszenierung:
Material:
Marina Perterer
Die Handtasche:
fertiger Prothesenhandschuh und
Latex
Ort |
Bühne:
Stuhlfelden; öffentliche Orte
Fotografin:
Oona Peyrer –
Heimstätt
Zeitpunkt:
7.11.08 – 9.11.08
Fotoserie:
wird in Kürze
veröffentlicht!
Konzept:
Die Handtasche ist ein Verweis
auf meine körperliche Differenz und spielt mit den Erwartungen des
Betrachters.
Der Wunsch von einem Teil der
Gesellschaft, welcher mich visuell vollständig haben will, sprich,
mir eine Prothese wünschen, wird aufgegriffen. Die Funktion löst sich für
mich jedoch in einer „Handtasche“, in der man „wichtige Dinge“
aufbewahren kann. Das
Material der Handtasche ist Latex und ein fertiger Prothesenhandschuh.
Der Prothesenhandschuh wird
umfunktioniert zu einer Handtasche, einem Accessoire.
Oona Peyrer – Heimstätt
ist als Fotografin von mir beauftragt, mich mit der Handtasche, in
Stuhlfelden zu fotografieren. Sie gibt mir die mediale
Präsenz, in meiner mir Heimat nahen Region, um die Tage der
Eröffnung von Hyperlink. Nach dem Eröffnungsakt werden
die Fotos ausgearbeitet und für den restlichen
Ausstellungszeitraum präsentiert.
Dank an die Firma Otto Bock
für das Sachsponsoring!
Eva
Heitzinger, 1970 in Wien geboren, Studien an der Technischen
Universität Wien Darstellenden Geometrie/Mathematik und an der
Hochschule der Künste Berlin sowie an der Universität
Mozarteum Salzburg (Kunsterziehung). 1996 Geburt des Sohnes Nikolaus
1998 Geburt der Tochter Lucia,
seit 2000 Austellungsbeteiligungen in Berlin, Belgrad, Hamburg, Wien
und Salzburg, Teilnahme an Kurzfilmfestivals in Hamburg, Dresden, Wien
und Uppsala, 2003 real presence3 in Belgrad, 2004 Sommerakademie bei
Milica Tomic, 2006 OffMozart-Festival Salzburg, lebt und arbeitet in
Mondsee und Salzburg

Passantinnen
Das Projekt Hyperlink als
Ganzes soll vernetzten und Anbindungen schaffen.
Meine Figuren sollen die Blicke
der Kunden und PassantInnen auf sich ziehen.
Was nun weiter passiert liegt
beim Betrachter: Irritation oder Amüsement, Suche nach einem
verborgenen Nutzen oder Sinn… Allmählich werden die drei Figuren
zu einem gewohnten Anblick werden – und wenn sie nicht mehr da sind
wird man sie vermissen…oder?
Max Kickinger
Studium an der Fachhochschule
Salzburg (MultiMediaArt/Audio), Komponist (elektronische Musik) und
Sounddesigner, 2008 Salzburger Landespreises für Kommunikation
(TV- und Kinowerbung/Hörfunk- und Audio-Werbung)
2006 Leitung der
Improvisationsworkshops für Kinder - JAZZBASE Salzburg,
Lehrtätigkeit an der Fachhochschule Salzburg, Nominierung
Landespreis für Werbung

Non-place soundscapes -
Klänge Sekundärer Ordnung
Nicht-Orte sind Orte ohne
geschichtliche Vergangenheit. Sie sind geprägt von Ihrer
Durchgangscharakteristik bzw.
den Normen und Konventionen die ihnen auferliegen. Der Konsum als
repräsentatives Element einer immer weiter eskalierenden
Verhältnislosigkeit des Handels und der Märkte schafft in
seiner räumlichen Ausdehnung Grundlage für Nicht-Orte, deren
Legitimation der Profit ist. Durch den Konsum und die aus den
entsprechenden Maßnahmen zur Förderung desselben gesetzten
Methoden resultieren Teilöffentlichkeiten, deren „Soundscape“
unverkennbar Ausdruck einer Sound-landschaft der heutigen akustischen
Verhältnisse in den verschiedenen Medien ist. Das Einkaufszentrum
als sowohl räumlich als auch akustisch dezentralisierter Nicht-Ort
globalisierter Markenexzesse schafft Soundscapes deren Merkmale nahe an
der maximalen akustischen Entropie sind; die Lo-Fi Noisescapes klingen
durch das unverkennbare Element einer konstanten Dauerpräsenz des
„Sound-Kontinuums“ unverkennbar nach einer Gesellschaft, die ihren
eigenen, ihr langweilig gewordenen Anachronismus durch Verbrauch zu
kompensieren versucht. Die Klanglandschaft eines Nicht-Ortes der in
Verbindung mit Konsumation steht, ist geprägt von der
Dominanz der „Klänge
sekundärer Ordnung“; dies sind Klänge, die in ihrer
Klanganthropologie meist als Notwendigkeit einer technischen oder
architektonischen Beschaffenheit gehört werden; sie sind
notwendiges „Übel“. Hat eine Leuchtstoffröhre primär den
Sinn Licht zu erzeugen, tönt diese ganz unverkennbar in meist der
selben kühlen Atmosphäre, die ihr visuell oftmals zugerechnet
wird. Auch Lüftungsschächte haben nicht primär die
Aufgabe Hauptverursacher der so genannten „Drones“, also meist
konstanten Klangspektren mit einer sehr langsamen, inneren bis
kaum erkennbaren Modulation, zu sein, sondern erzeugen den meist
unerwünschten Klang „beiläufig“ durch die bauliche bzw.
technische Beschaffenheit. Diese Beiläufigkeit der
akustischen
Informationsgestaltung an konsumorientierten Nicht-Orten hat sicherlich
einen Großteil am Lo-Fi Soundcharakter, also dem geringen Abstand
von Information zum Rauschen eben solcher Orte zu verantworten. Durch
die Konstruktion eines Nicht-Ortes im Kontext des Sounddesigns, schafft
das Projekt „Non-place soundscapes“ mit der Transformation des
Konsumraumes „Einkaufszentrum“ eine Hyperrealisierung des
akustisch eingefangenen Raumes.
Die akustischen Heterotopien der Aufnahmen werden im Zusammenhang mit
der Heterochronie des aufgeführten Ortes neu synthetisiert.
„Field-Recordings“ des erst leeren und sich im Laufe der Form des
Stücks immer weiter füllenden Einkaufszentrums (wie
beispielsweise „Europark Salzburg“) hüllen die Atmosphäre
eines kleinen, auf den Bedarf einer kleinen Gemeinde abgestimmten
Einkaufsbereichs einer
„Gemischtwarenhandlung“ in das Gewand eines
unverhältnismäßigen Raums
unverhältnismäßiger kultureller Konsumpraxis. Die
subtile, atmosphärische Änderung der Umgebung wird durch die
elektronischen Mittel der Klangbearbeitung weiter bearbeitet, um somit
die Erweiterung des Klangraumes durch die elektronische Komposition zu
erzielen.
Johannes
Kubin, 1977 in Gmunden (OÖ) geboren, Studium an der
Universität Mozarteum Salzburg (Grafik/Neue Medien), seit 1997
zahlreiche Ausstellungen u. a. in Linz, Salzburg, Lipnice, Nizza,
Reims, Paris und Berlin, seit 2006 Mitbegründer und Obmann von
„Whiteclub“ (Offspace-Projekt in Salzburg). 2002 Internat.
Sommerakademie für bildende Kunst Salzburg, 2006 Sophie und
Emanuel Fohn-Stipendium Wien, 2007 Atelierstipendium des Landes
Salzburg in Vilnius/Litauen, 2008 Atelierstipendium der Stadt Salzburg
in Budapest/Ungarn, Residency der Stadt Montrouge/Frankreich,
Projektförderung des Landes Salzburg/Podium08, lebt und arbeitet
in Salzburg


Chimären
Seit zwei Jahren
beschäftigt sich der bildende Künstler Johannes Kubin mit
Plastik bzw. Miniaturobjekten, die sich aus harmlos anmutenden
Spielzeugteilen zusammensetzen. Mehrere Serien sind bereits entstanden,
welche Inhalte wie Kybernetik, Genetik, Mimikry und Serialisierung
(Begriff aus der Informatik) behandeln. Eine Werkgruppe nennt sich
„Chimären“ und besteht aus 18 Figuren (jeweils ca. 7x7x7cm
groß). Die Objekte sind eine Verschmelzung von menschlichen und
(ländlich) tierischen Fragmenten - also z. B. Kühe, denen
Füße und Köpfe wachsen, Menschen mit
Gockelschädel, zum Vielfüßler transformierte Esel etc.,
viele unnatürliche, „gottlose“ Mutanten, die trotz der Härte
des Konzepts nicht ihren Humor verlieren, sondern durch ihre Kleinheit
als bissige, aber charmante Biester wahrgenommen werden.
Als Adaption für das
Projekt „Hyperlink“ sollen die Plastiken eingerext in
Einmachgläsern präsentiert werden. Ganz zünftig
als Tischdekoration z. B. in der Gaststube Höfarter in
Stuhlfelden, wo sie die Gäste als Rezipienten in das Gesamtkonzept
von „Hyperlink“ verwickelt. Der Gedanke der Vernetzung spiegelt sich
auch darin wider, wie die unterschiedlichen Personen an
unterschiedlichen Tischen sitzend eine Verbindung erkennen,
möglicherweise einen Diskurs entstehen lassen und weitere
Verknüpfungen herstellen. Nicht die Faust auf´s Aug, sondern
das heimlich integrierte Parasitäre soll hierbei den Stein subtil
ins Rollen bringen und gemeinsam mit den anderen Links im Großen
wie im Kleinen den Umfang des Netzwerks erweitern
Ina
Ima, geboren in Mittersill, Studien an der Karl
Franzens-Universität Graz (Soziologie), am Kolleg für
Kunsthandwerk Kramsach, an der Akademie der bildenden Künste Wien
(Postkonzeptuelle Kunst), an der Internationalen Sommerakademie
Salzburg an der Universität Wien und an der Tokyo Zokei
University. Ausstellungen in Wien, Belgrad, Novi Sad und Pristina/Kosovo

Körperlichkeit
Körper sind individuell.
Jeder von uns ist mit einem Körper ausgestattet. Die
Möglichkeiten, die uns unsere Körper eröffnen, sind
vielseitig und unterschiedlich.
Täglich sind wir mit
medialen Bildern von Körpern und unserem ganz persönlichem
Körper konfrontiert. In meiner Untersuchung der Körper war
ich an Momenten des Abweichens von der Körpernorm interessiert.
Ich lenkte meine Aufmerksamkeit an Kreuzungen, wo die Besonderheit des
einzelnen Menschen in den Vordergrund tritt.
Mit dieser Arbeit möchte
ich mich vom Defizit orientierten Denken distanzieren und einladen,
eine Individuum bejahende Denkrichtung einzunehmen.
Marianne
Lang, 1979 in Graz geboren, Studium an der Universität
Mozarteum Salzburg (Malerei und neue Medien), zahlreiche
Förderungen und Anerkennungen u. a. Parisstipendium, Emanuel und
Sofie Fohn-Stipendium, Jahresstipendium Land Salzburg,
Atelierstipendien Montrouge, Berlin und Budapest. Ausstellungen u. a.
in Wien, Salzburg, Saalfelden, Goldegg, Bruck an der Mur, Hamburg,
Berlin und Nizza

Kalender 2009
„leave a mark, stay tuned and
keep waiting for further instructions” thematisiert den
Auflösungsprozess ortsgebundener Identität. Der Kalender
zeigt bemalte Gesichter, die assoziativ eine Brücke schlagen von
Fußballfanatismus über Kriegsbemalung bis hin zum
mimikryartigen Fetischismus, der seine Herkunft zu tarnen sucht. Aus
dem ursprünglichen Ortsbezug tauchen Sagen- und Heimatgeschichten
auf, verwurzeln sich neu und schreiben danach die lokale Geschichte um.
Als abschließender Teil der Serie dokumentieren Polaroids das
Festhalten von Orten, die ihre ehemalige Funktion verloren haben und
nun auf eine neue Bestimmung zu
warten scheinen. Präsentiert wird die Arbeit in Form eines
Kalenders, der durch seine Verbreitung die Frage nach dem
vorsätzlichen Identitätsverlust aufwirft. (Johannes Kubin)
Gebhard
Sengmüller ist
bildender Künstler, tätig im Bereich Medientechnologie, er
lebt und
arbeitet in Wien und Salzburg. Seit 1992 hat er Projekte und
Installationen entwickelt, die sich mit der Geschichte elektronischer
Medien beschäftigen; neuartige Ordnungssysteme für
Medieninhalte
schaffen; und autogenerative Netzwerke konstruieren. Seine Arbeiten
wurden vielfach in Europa, den USA und Japan gezeigt, unter anderem an
Ausstellungsorten wie der Ars Electronica Linz, der Biennale di
Venezia, dem ICA London, Postmasters Gallery New York, dem Museum of
Contemporary Photography Chicago, dem FCMM Festival Montreal, oder dem
ICC Center, Tokyo (http://www.gebseng.com)
Nutztier
Grafik Generator, eine
ortsbezogene Installation von Gebhard Sengmüller
GPS Drawing ist eine Kunstrichtung, bei der mit sogenannten GPS Loggern
(das sind etwa zigarettenschachtelgrosse GPS Empfänger, die in
kurzen Intervallen den aktuellen geographischen Standpunkt aufzeichnen)
ausgestattete Personen eine genau kalkulierte Route zurücklegen,
die dann in einer Software wie zum Beispiel Google Earth aus der
Vogelperspektive als grossformatige Strichzeichnung in der Landschaft
erscheint.
Ich baue dieses einfache Prinzip zu einer alleatorischen,
autogenerativen Zeichentechnik aus. Dazu statte ich auf einer Weide
freilaufende Hoftiere (konkret am Hof von Fritz Voithofer, Bam 9)
über einen Zeitraum von einigen Tagen mit diesen GPS Loggern aus.
In einem weiteren Schritt werden die so gewonnenen Geodaten jeden Abend
ausgelesen, mit einer Landkarte verknüpft und so als Zeichnung
sichtbar gemacht. Dadurch, dass jedem Tier eine andere Farbe zugeordnet
wird, entsteht eine Schichtung der verschiedenen Pfade und, nach
Weglassen der kontextdefinierenden Landkarte, eine
abstrakte, mehrfarbige Strichzeichnung.
Im Gegensatz zum herkömmlichen GPS Drawing verzichte ich auf
Planung und überlasse das Entstehen der Zeichnung vollkommen den
zufälligen, über jeweils einen Tag verteilten, Bewegungen und
dem Temperament der Tiere.
Die täglich aktualisierten Ergebnisse können auf einem
Bildschirm im Stuhlfeldner Gemeindeamt oder unter der Webadresse
http://www.gebseng.com/hyperlink/ betrachtet werden.
Peter
Fritzenwallner, 1983 in Neukirchen am Großvenediger
geboren, seit 2003 Studium an der Universität für angewandte
Kunst. 2006 Artists in Residence Linhardt Foundation Prag,
Ausstellungen u. a. in Wien, Kitzbühel, Podgorica/Montenegro,
Quindao/China

Hier ist das Bild und wo bist
du? - Zeichentisch/Böhmische Masse
Claudia
Rohrmoser, geboren 1977 in Salzburg, absolvierte 2000 ein
Studium in Multimedia-Art an der FH Salzburg und studierte Medienkunst
und Dokumentarfilm an der Universität der Künste Berlin. Seit
2002 unterrichtet sie Experimentelle Animation und Bewegungsanalyse an
der FH Salzburg. Neben kommerziellen Auftragsarbeiten im Bereich
Animation und Motion Graphics arbeitet die Video-Liveperformances und
erforscht die Möglickeiten filmicher Bewegung und Narrration. Ein
Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt im Bereich der Musikvisualisierung in
Zusammenarbeit mit der Komponistin Kotoka Suzuki.
Ihre Arbeiten wurden
international aufgeführt, unter anderem beim Steirischen Herbst in
Graz, bei der Klangwerkstatt und dem Inventionen Festival in Berlin, im
Mabadaa-Theater in Jerusalem, auf der International Computer Music
Conference in Barcelona und an der Stanford University in Kalifornien.
Weitere Projekte schließen einen Dokumentarfilm über Indios
in Brasilien sowie diverse Videoperformances und interaktive
Medieninstallationen ein.
Rohrmoser erhielt für ihre
Arbeiten diverse Förderungen und Auszeichnungen, darunter
denMultimedia-Hauptpreis des Bourges Electroacoustic Music Award 2004
und kürzlich den Salzburger Landespreis für Medienkunst
für das Heimatfilm-Live Cinema „Schnitzel with Noodles and crisp
apple Strudel“.
Claudia Rohrmoser lebt und
arbeitet in Berlin und Salzburg.
Lemures
Florian
Gruber, 1980 geboren, lebt in Wien, Studien an der
Universität für angewandte Kunst in Wien (Multimedia),
Ausstellungen u. a. in Innsbruck, Mittersill, Graz, Wien (Soho in
Ottakring, Kunsthalle), Florenz, Unterstinkenbrunn, Hallein (Schmiede)
und Ettlingen
Angst, Schmerz und Einsamkeit
Esther
Moises, 1974 geboren in Innsbruck, Studien an der
Universität für angewandte Kunst in Wien (Malerei und Grafik)
und an der Universität Wien (Judaistik), Lehrtätigkeit in der
Werkstätte für Kunst und Kultur in Wien, Geomantieausbildung.
Ausstellungen u. a. in Wien, München, Klosterneuburg und Salzburg,
- lebt und arbeitet seit 2006 in Salzburg. Medien: Fotografie,
Installation
Ganzfigur – subtile Portraits
Dialog mit Menschen aus
Stuhlfelden
Medium: Fotografie,
Tonaufzeichnungen, Video (in Zusammenarbeit mit Wolfgang Seierl)
weiters geplant:
der Stuhl, das Feld...
Wortspenden der Bewohner werden
in Texten verwoben
Flora
Miranda Seierl, 1990 in Salzburg geboren, Musisches Gymnasium
Salzburg,
2008 Stipendien zur Teilnahme an der Sommerakademie für bildende
Kunst Salzburg und an der Sommerakademie Traunkirchen

ohne Titel