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Vorliegende Arbeiten thematisieren nicht nur die Malerei und ihre Materialität, sondern auch das Reale der jeweiligen Aussageebenen dieser. Ausgangspunkt für sie war eine Serie von 2007 in Japan entstandenen Zeichnungen, in der sich meine Eindrücke von der japanische Kultur - einer aus europäischer Sicht  durchaus vielschichtigen und widersprüchlichen - abbilden. Die in diese vorerst nicht gegenständlichen Bildräume gemalten Gegenstände - Farbtuben - sind im Bildzusammenhang nur bedingt Gegenstände, denn sie verweisen lediglich auf die Malerei selbst (also etwas Ungegenständliches an sich), für die sie Behältnisse bzw- Material sind und wären ohne diese bedeutungslos. Wesentlich für diese Arbeiten ist auch die Funktion dieser Fremdkörper im Bild. Die konträre Malweise - eine Art Verdichtung der Struktur - in einem kleinen begrenzten  Bereich des Bildes ist eine Art Kontrapunkt zum übrigen Bildgeschehen, macht dieses zum Energiefeld oder zu einer Insel sowie die unterschiedlichen Gestaltungsmodalitäten und Strategien deutlich. In diesem Kontext ist es unerheblich, ob dieser in ganz anderem Duktus gemalte Teil des Bildes als Gegenstand erkannt wird oder nicht, - und wird er als solcher erkannt, dann verleibt sich dieser Gegenstand quasi erläuternd dem Bild ein, steht zu ihm antagonistisch in einem perspektivischen Verhältnis und definiert das Bild erst so als quasi Lücke der beiden Ebenen, als Ort der Wahrheit.


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